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Wie
werden Laptopbatterien gewartet? Die meisten Laptopbatterien
sind 'smart/intelligent', d.h. es besteht eine Kommunikation zwischen der Batterie
und dem Benutzer. Die Bezeichnung 'smart/intelligent' ist verschieden, je nach
Hersteller und Vorschriften. Einige Hersteller bezeichnen eine Batterie als 'smart/intelligent',
wenn auch nur ein einfacher Chip das Ladegerät mit den richten Ladeinstellungen
versieht. Das Forum für intelligente Batterien (Smart Battery System SBS)
erklärt, dass eine 'smart/intelligente' Batterie den Ladezustand (SoC) angeben
muss. Es gibt zwei verschiedene Systeme von 'smart/intelligenten' Batterien:
Das Eindrahtsystem, das bei hochqualitativen Kameras und bei gewissen Funkgeräten
zur Anwendung gelangt, und das Zweidrahtsystem, das vorwiegend bei Laptops angewendet
wird. Das Zweidrahtsystem ist normalerweise als SMBus (System Management Bus)
konfiguriert. Das dieses System allgemein in Laptops angewendet wird, werden wir
uns speziell mit diesem System beschäftigen. Figur 1 zeigt das Prinzipschema.
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| Figur
1: Zwei-Draht SMBus System Der SMBus besteht aus einem Zweidrahtsystem
mit einem Standardkommunikationsprotokoll. Das System verwendet seinerseits standardisierte
Messungen von Ladezustand und 'Gesundheitszustand'. |
Batterieanschlüsse
Der SMBus hat fünf oder mehr Verbindungen zur Batterie, bestehend aus
positiven und negativen Batteriekontakten, Thermistor, Takt und Daten. Die Anschlüsse
sind meistens nicht bezeichnet, und der Versuch, eine solche Batterie zu testen,
ist schwierig.
 | Figur
2: Verbindungen einer typischen Laptop-Batterie Die positiven und negativen
Anschlüsse sind meistens aussen angeordnet; es besteht jedoch keine Norm
für die Anordnung der Kontakte | Der
positive und negative Batterieanschluss sind meistens aussen am Stecker angeordnet.
Die inneren Kontakte werden verwendet für den Takt (Clock) und die Daten.
(In einem Eindrahtsystem sind Takt und Daten kombiniert). Aus Sicherheitsgründen
befindet sich der Temperaturfühler (Thermistor) separat auf der Seite des
Steckers. Dadurch wird ein Schutz gegen zu hohe Temperaturen gewährleistet,
auch wenn die digitale Datenübertragung ausfallen sollte. Einige
Batterien enthalten einen Schalter, welcher normalerweise offen ist. In diesem
Fall ist keine Spannung vorhanden. Das Schliessen dieses Kontaktes gegen Masse
schaltet die Batterie ein. Wenn dies nicht funktioniert, wird ein spezieller Code
benötigt, um die Batterie zu aktivieren. Wie finde ich die richtigen Kontakte?
Zu Beginn wird mit einem Voltmeter der positive und negative Kontakt bestimmt.
Die Polarität muss abgeklärt werden. Falls keine Spannung vorhanden
ist, muss der Schalter gefunden werden, um die Batterie zu aktivieren. Mit dem
Anschluss des Voltmeters an den äusseren Kontakten, verbinden sie einen 100
Ohm Widerstand (andere Werte können auch funktionieren) auf der einen Seite
mit der Masse, und berühren sie mit der anderen Seite jeden Kontakt, wobei
sie das Voltmeter beobachten. Wenn keine Spannung angezeigt wird, ist entweder
die Batterie tot, oder sie muss mit einem digitalen Code aktiviert werden. Der
Widerstand schützt die Batterie vor einem eventuellen elektrischen Kurzschluss.
Wenn die Verbindung zu den Batteriekontakten erfolgt ist, sollte das Aufladen
möglich sein. Wenn der Ladestrom nach 30 Sekunden stoppt, ist eine Aktivierung
per Code notwendig. Das Erhalten dieses Codes ist oft schwierig, wenn nicht unmöglich.
Einige Batteriehersteller fügen einen 'Batterie-Lebensende'-Schalter hinzu.
Die Batterie wird damit definitiv ausgeschaltet nach Erreichen eines vorbestimmten
Alters, einer vorbestimmten Anzahl Ladezyklen oder einer vorbestimmten Minimalkapazität.
Die Hersteller erklären, dass die Zufriedenheit des Kunden und die Sicherheit
nur garantiert werden können, wenn Batterien regelmässig ersetzt werden.
Diese Strategie tendiert dazu, dem Hersteller mehr zu dienen als dem Benutzer.
Neuere Batterien haben diese Einrichtung normalerweise nicht. Es wird
empfohlen, einen Temperaturfühler (Thermistor) während der Ladung und
Entladung zu verwenden, um die Batterie vor Überhitzung zu schützen.
Der Thermistor kann mit einem Ohmmeter gemessen werden. Die am häufigsten
angewendeten Thermistoren haben 10 kOhm NTC oder 10 kOhm bei 20°C. NTC steht
für negativen Temperaturkoeffizienten, d.h. der Widerstand sinkt bei steigender
Temperatur. Bei einem positiven Temperaturkoeffizienten (PTC) steigt der Widerstandswert.
Das Aufwären der Batterie mit der Hand sollte genügen, um eine schwache
Veränderung des Widerstandswertes feststellen zu können. Ein
SMBus enthält permanente und zeitweilige Datenübertragungen. Die permanenten
Daten werden bei der Herstellung in die Batterie programmiert und enthalten eine
Batterie-Identifikationsnummer (ID), den Batterietyp, die Serienummer, den Hersteller
und das Herstellungsdatum. Die zeitweiligen Daten werden während der Benutzung
gewonnen und beinhalten die Anzahl Zyklen, Benutzerdaten und Wartungsanforderungen.
Ein Teil dieser Informationen wird im Laufe des Batterielebens erneuert.
Reparatur einer
'smart/intelligenten' Batterie Laptopbatterien können repariert
werden, aber die Arbeit ist oft sehr zeitraubend. Die Erfolgsrate variiert mit
dem Batterietyp. Man muss sich erinnern, dass 'smart/intelligente' Batterien aus
zwei Teilen bestehen: die chemischen Batteriezellen und die digitale Schaltung.
In gewissen Fällen kann die chemische Batterie voll regeneriert werden, aber
die Inhaltsanzeige kann unzuverlässig bleiben oder die Daten sind defekt.
Jeder, der versucht, eine SMBus-Batterie zu reparieren, muss mit Schwierigkeiten
rechnen. Anders als andere, klar definierte Standards, erlaubt der SMBus gewisse
Variationen. Das kann Probleme geben mit bestehenden Ladegeräten und die
SMBus-Batterie muss vor dem Einsatz geprüft werden, betreffs der Kompatibilität.
Mehr Informationen sind erhältlich auf www.sbs-forum.org und www.acpi.info
Wenn die Zellen schwächer werden, macht die Ersetzung auch wirtschaftlich
Sinn. Während Zellen auf Nickelbasis leicht erhältlich sind, werden
Lithium-Ion-Zellen auf dem Konsumgütermarkt nicht verkauft. Diese Vorsichtsmassnahme
ist verständlich, wenn man bedenkt, dass Explosions- und Feuergefahr besteht,
wenn die Zellen unsachgemäss zusammen gebaut werden. Die Zellen einer Batterie
müssen immer durch Zellen derselben Chemie ersetzt werden. Während
dem Austausch der Zellen, muss die Schaltung einer 'intelligenten (smart)' Batterie
durch Anlegen der Speisespannung aktiv gehalten werden. Ein Abschalten der Schaltung,
auch nur während Sekundenbruchteilen, kann das Löschen von vitalen Daten
zur Folge haben, was die Schaltung unbrauchbar macht. Um eine ununterbrochene
Speisung der Schaltung sicher zu stellen, während die Zellen ersetzt werden,
muss vor dem Entfernen der Zellen eine sekundäre Spannungsquelle über
einen 100 Ohm Widerstand angeschlossen werden. Diese sekundäre Spannungsquelle
darf erst entfernt werden, wenn die neuen Zellen mit der Schaltung verbunden sind.
Die offene Klemmenspannung der Ersatzzellen soll innerhalb einer Toleranz
von 10% von den anderen Zellen liegen. Das Verlöten der Zellen ist der einzige
Weg, eine zuverlässige Funktion zu erhalten. Es muss jedoch Sorge getragen
werden, dass die beim Löten entstehende Hitze nur minimal auf die Zellen
übertragen werden. Übermässige Erhitzung kann die Zellen beschädigen.
Während
der Lagerung kann jede Zelle wegen unterschiedlicher Selbstentladung einen abweichenden
Ladezustand aufweisen. Dies ist speziell der Fall bei Zellen auf Nickelbasis.
Um sicher zu stellen, dass alle Zellen korrekt aufgeladen werden, ohne dass gewisse
Zellen überladen werden, führt man zuerst eine 14 stündige Schwebeladung
(Trickle Charge) der neu reparierten Batterie durch. Dann wird die Batterie entladen
und normal aufgeladen. Ein solcher Zyklus ist auch nötig, wenn die Schaltung
der Ladezustandsanzeige der Batterie zurückgesetzt wird. Lithium-Ion akzeptiert
eine Normalladung in ca. 3 Stunden. Die Wartung sollte ebenfalls eine Eichung
der Batterie beinhalten. (Siehe auch "Die Wahl der richtigen Batterie für
tragbare Computer", 2. Teil).
Über den
Autor Isidor Buchmann ist der Gründer und Geschäftsführer von
Cadex Electronics Inc., in Vancouver BC. Herr Buchmann hat fundierte Basiskenntnisse
in der drahtlosen Kommunikation und studierte über zwei Jahrzehnte hinweg
das praktische Verhalten von wiederaufladbaren Batterien und ihre täglichen
Verwendungen. Als Autor gewann er Auszeichnungen für viele Artikel und Bücher
über Batterien. Herr Buchmann's technische Ausführungen gingen rund
um die Welt. Cadex Electronics ist Hersteller von fortschrittlichen Batterieladegeräten,
Batterieanalysern und PC-Software. Für Produktinformationen besuchen Sie
bitte www.cadex.com
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