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Nicht-korrigierbare
Batterieprobleme
Manche aufladbare Batterien können mit externen Mitteln regeneriert
werden, z.B. mit einer vollstän-digen Entladung. Es gibt jedoch viele Defekte,
die nicht behoben werden können. Diese beinhalten einen hohen Innenwiderstand,
erhöhte Selbstentladung, elektrische Kurzschlüsse, austrocknen, Plattenkorrosion
und allgemeine chemische Pannen.
Der Leistungsverlust einer Batterie ist
normal, hervorgerufen durch Gebrauch und Alterung, manchmal schneller wegen fehlender
Wartung, harte Umgebungsbedingungen oder zu seltenen Ladezyklen. Dieser Artikel
untersucht die Gründe der nicht-korrigierbaren Batterieproblems und zeigt
Wege auf, diese Ausfälle auf ein Minimum zu begrenzen.
Hohe Selbstentladung
Alle Batterien werden durch die Selbstentladung betroffen. Dies ist kein Defekt
an sich, auch wenn unsachgemässe Behandlung den Einfluss verschärft.
Die Selbstentladung ist asymptotisch; der grösste Verlust entsteht unmittelbar
nach der Aufladung und nimmt nachher ab. Batterien auf Nickelbasis zeigen
eine verhältinsmässig hohe Selbstentladung. Bei normaler Umgebungs-temperatur
verliert eine neue Nickel-Kadmium-Batterie ca. 10% ihrer Kapazität während
den ersten 24 Stunden nach Aufladung. Die Selbstentladung stellt sich dann ein
auf ca. 10% pro Monat. Höhere Temperaturen erhöhen die Selbstentladung
massgebend. Als allgemeine Richtlinie kann gelten, dass die Selbstentladung mit
jeder Temperaturerhöhung von 10°C. Die Selbstentladung von Nickel-Metall-Hydrid
ist etwa 30% höher als bei Nickel-Kadmium Die Selbstentladung nimmt
zu, nachdem eine auf Nickel basierende Batterie wenige hundert Ladezyklen durchlaufen
hat. Die Batterieplatten beginnen aufzuquellen und drücken stärker gegen
die Separatoren. Metallische Ablagerungen, als Resultat von kristallinen Formationen
(Memory), erhöhen ebenfalls die Selbstentladung, indem die Separatoren beschädigt
werden. Entsorgen Sie Batterien auf Nickelbasis, sobald sie eine Selbstentladung
von 30% innerhalb 24 Std. erreicht haben. Die Selbstentladung einer Lithium-Ion-Batterie
bertägt 5% in den ersten 24 Stunden nach Aufladung, und reduziert sich dann
auf 1 bis 2% pro Monat. Die Sicherheitsschaltung trägt weitere 3% bei. Eine
hohe Anzahl Zyklen und Alterung haben nur einen kleinen Einfluss auf die Selbstentladung
von Lithium-Ion-Batterien. Eine Blei-Säure-Batterie entlädt sich
nur 5% pro Monat oder 50% pro Jahr. Vermehrte tiefe Entladezyklen vergrössern
die Selbstentladung.
Der prozentuale Anteil der Selbstentladung kann mit
einem Batterieanalyser gemessen werden, aber die Prozedur dauert einige Stunden.
Erhöhter interner Batteriewiederstand reflektiert oft einen höheren
internen Batteriewiderstand , ein Parameter, der mit einem Impedanzmeter oder
dem Programm OhmTest mit dem Batterieanalyser von Cadex gemessen werden kann.
Zusammenpassende Zellen Auch mit modernen Herstellungstechniken können
die Zellenkapazitäten nicht genau vorausgesagt werden, speziell bei Zellen
auf Nickelbasis. Als Teil der Herstellung wird jede Zelle gemessen und in Kategorien
gemäss ihrer Kapazität eingeteilt. Die Hochkapazitätszelle 'A'
wird allgemein für spezielle Applikationen zu höheren Preisen verkauft,
die Zellen der Mittelklasse 'B' werden für kommerzielle und industrielle
Zwecke verwendet, während die Zellen 'C' im untersten Bereich zu Sonderpreisen
abgegeben werden. Zyklieren von Zellen der C-Klasse heisst nicht unbedingt, deren
Kapazität zu verbessern. Wenn aufladbare Batterien zu reduzierten Preisen
angeboten werden, muss der Käufer tiefere Kapazitätswerte akzeptieren.
Zellen in der gleichen Batterie sollten Kapazitäten in einer Toleranz
von +/- 2.5% aufweisen. Engere Toleranzen sind verlangt bei Batterien mit hoher
Anzahl von Zyklen, welche hohen Belastungen ausgesetzt sind und bei tiefen Umgebungstemperaturen
arbeiten. Bei kleinen Unterschieden werden sich die Zellen in einer neuen Batterie
nach wenigen Lade/Entladezyklen einander angepasst haben. Dies ergibt eine Korrelation
zwischen gut ausgeglichenen Zellen und einer langen Batterielebenserwartung.
Warum ist das Zusammenpassen der Zellen so wichtig? Eine schwächere
Zelle besitzt weniger Kapazität und ist schneller entladen als eine starke
Zelle. Diese Ungleichheit kann zu einer Umpolung der schwächeren Zelle führen,.
wenn sie zu tief entladen wird. Bei der Ladung ist die schwache Zelle zuerst voll,
und beginnt sich auf Grund der Überladung zu erhitzen, während die stärkeren
zellen noch immer Ladung aufnehmen können und kühl bleiben. In beiden
Fällen ist die schwächere Zelle im Nachteil, was sie noch schwächer
macht und so die Ungleichheit der Zellen noch verstärkt. Zellen
guter Qualität sind gleichmässiger in Bezug auf die Kapazität und
altern gleichmässiger als Zellen mit schlechterer Qualität. Die Hersteller
von Hochqualitätswerkzeugen wählen deshalb Batterien hoher Qualität,
wegen der Dauerhaftigkeit unter harten Arbeitsbedingungen und extremen Temperaturen.
Die zusätzlichen Kosten werden kompensiert mit der längeren Lebenserwartung
der Batterien. Auf Lithium basierende Zellen sind naturgemäss einheitlicher,
wenn sie fabriziert werden. Enge Toleranzen sind wichtig, da diese Zellen in einer
Batterie zur selben Zeit die Vollladekriterien respektive die Entladeschwellspannung
erreichen müssen. Eine eingebaute Schutzschaltung schützt die Batterie
vor Zellen, die nicht dem normalen Spannungsmuster entsprechen.
Kurzgeschlossene Zellen Die Hersteller sind oft nicht in der Lage,
zu erklären, wieso gewisse Zellen einen hohen elektrischen Verlust aufweisen
oder sogar einen elektrischen Kurzschluss, dies obwohl die Zellen relativ neu
sind. Der vermutete Täter ist ein fremdes Teilchen, das die Zellen während
des Herstellungsprozesses verunreinigen. Eine andere mögliche Ursache sind
raue Flecken auf den Platten, die die Separatoren beschädigen. Bessere Herstellungsverfahren
haben die 'Kindersterblichkeit' unter den Batterien massgeblich verringert
Die Zellenumpolung, hervorgerufen durch Tiefentladung, können auch ihren
Anteil haben an den kurzgeschlossenen Zellen. Dies kann geschehen, wenn eine Batterie
auf Nickelbasis unter grosser Belastung total entladen wird. Nickel-Kadmium ist
konzipiert mit einem gewissen Schutz gegen Spannungsumpolung. Trotzdem wird ein
hoher Umkehrstrom zu einem dauernden elektrischen Kurzschluss führen. Ein
weiterer Grund ist eine Beschädigung der Separatoren durch einen unkontrollierten
Kristallwachstum, der auch als 'Memoryeffekt' bezeichnet wird. Das Anlegen
von kurzen Hochstromspitzen in Erwartung einer Reparatur von kurzgeschlossenen
Zellen bieten nur beschränkte Erfolgsaussichten. U.U. ist der Kurzschluss
nur temporär, aber die Beschädigungen an den Separatoren bleiben bestehen.
Die reparierten Zellen zeigen oft eine hohe Selbstentladung und der Kurzschluss
zeigt sich häufig aufs Neue. Ein Auswechseln von kurzgeschlossenen Zellen
in einer älteren Batterie ist nicht zu empfehlen, ausser die neue Zelle zeigt
gleiche Eigenschaften wie die anderen in Bezug auf Spannung und Kapazität.
Elektrolyverluste Obschon versiegelt, können Zellen etwas Elektrolyt
verlieren, während ihres Lebens, speziell wenn ein Leck entstanden ist, durch
übermässigen Druck während einer unvorsichtigen Ladung. Wenn ein
solches Leck vorliegt, kann es bei einer auf Nickel basierender Zelle nie mehr
richtig geschlossen werden, und es entsteht ein weisses Pulver um das Leck herum.
Der Verlust von Elektrolyt kann schliesslich zu einer Reduktion der Kapazität
führen. Durchlässigkeit oder Elektrolytverlust in ventilgesteuerten
Blei-Säure-Batterien (VRLA) ist ein wiederkehrendes Problem. Überladung
und Einsatz unter hohen Temperaturen sind die Gründe dazu. Wiederauffüllen
von verlorener Flüssigkeit mit Wasser bietet einen beschränkten Erfolg.
Auch wenn eine gewisse Kapazität zurück gewonnen werden kann, wird die
Leistung unzuverlässig. Wenn richtig aufgeladen, sollten Lithiumzellen
nie Gas produzieren und Lecks entstehen lassen. Aber, im Gegensatz zu allem was
gesagt wird, können Lithiumzellen unter gewissen Bedingungen einen internen
Druck aufbauen. Gewisse Zellen beinhalten einen elektronischen Schalter, der den
Stromfluss abschaltet, wenn der Zellendruck einen kritischen Wert erreicht. Andere
Zellen enthalten eine Membrane, die gestattet, das Gas kontrolliert austreten
zu lassen. Lithium-Ion-Polymer mit Zellen in Beutelform wachsen manchmal zu einem
Ball, weil diese Zellen kein Ventil enthalten. Das Aufblähen von Zellen kann
zu Beschädigungen der Gehäuse von tragbaren Geräten führen.
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1: Lithiunm-Ion-Polymer-Zellen in Beutelform. Gewisse Zellen, die ultra-schlank
gebaut sind, können während der Ladung Wasserstoffgas entwickeln und
aufblähen. Diese Kraft kann das Gehäuse von tragbaren Geräten beschädigen.
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Über
den Autor Isidor Buchmann ist der Gründer und Geschäftsführer
von Cadex Electronics Inc., in Vancouver BC. Herr Buchmann hat fundierte Basiskenntnisse
in der drahtlosen Kommunikation und studierte über zwei Jahrzehnte hinweg
das praktische Verhalten von wiederaufladbaren Batterien und ihre täglichen
Verwendungen. Als Autor gewann er Auszeichnungen für viele Artikel und Bücher
über Batterien. Herr Buchmann's technische Ausführungen gingen rund
um die Welt. Cadex Electronics ist Hersteller von fortschrittlichen Batterieladegeräten,
Batterieanalysern und PC-Software. Für Produktinformationen besuchen Sie
bitte www.cadex.com.
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