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Batterieausführungen - ein Blick auf alte und neue Lösungen
Um
1700 und 1800 wurden die Batteriezellen in grossen Glasbehältern untergebracht.
Später wurden Mehrzellen-Batterien entwickelt, die in Holzbehältern
eingebaut wurden. Die Holzbehälter wurden mit einem Dichtungsmaterial behandelt,
um das Auslaufen von Elektrolyt zu verhindern. Mit dem aufkommenden Bedarf von
Beweglichkeit wurden zylindrische Zellen entwickelt. Die versiegelten Zellen wurden
nach dem 2. Weltkrieg zum Standard.
Der Bedarf an immer kleineren und kompakteren
Zellen führte zu einer kontinuierlichen Verkleinerung der Batteriezellen,
und um 1980 erschienen die ersten Knopfzellen auf dem Markt. In den frühen
1990 erschienen die prismenförmigen Zellen, welchen etwas später die
modernen folienförmigen Zellen folgten. Wir werden nun die Stärken und
Schwächen dieser verschiedenen Ausführungsformen untersuchen.
Die
zylindrische Zelle
Die zylindrische Zelle ist noch immer die am weitesten
verbreitete Ausführungsform. Sie ist einfach zu produzieren, gestattet die
grösste Energiedichte und ist mechanisch sehr stabil. Der Zylinder weist
die Fähigkeit auf, innerem Druck sehr gut zu wiederstehen. Die typischen
Anwendungsgebiete sind drahtlose Kommunikation, mobile Datenverarbeitung, biomedizinische
Instrumente, Werkzeuge und andere Applikationen, wo kleine Abmessungen nicht erforderlich
sind.
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Die meisten
Nickel-Kadmium-Batterien haben zylindrische Zellen. Auch andere Chemien verwenden
eine zylindrische Zellenkonstruktion. Die 18650 ist eine der häufigsten Lithium-Ion-Zelle
('18' bedeutet den Durchmesser und '650' die Länge, in mm). Auch Batterien
auf Bleibasis sind in zylindrischer Form erhältlich, wobei die Cyclone von
Hawker die häufigste ist.
Zylindrische Zellen sind mit wiederversiegelbaren
Ventilmechanismen ausgerüstet, um den Überdruck austreten zu lassen,
der bei starker Überladung entstehen kann. Auf Nickel basierende Zellen können
einem Druck von ungefähr 13,5 Bar oder 20 Pfund per Quadrat-Inch (psi) wiederstehen.
Die Entlüftung erfolgt bei zwischen 10 bis 13,5 Bar oder 150 bis 200 psi. Der
Nachteil der zylindrischen Zelle ist die schlechte Platzausnützung. Auf Grund
der festgelegten Zellengrösse müssen Batterien um die bestehenden Zellgrössen
herum konstruiert werden.Die
Knopfzelle
Die Knopfzelle wurde entwickelt, um die Zellengrösse
zu reduzieren und die Lagerung zu verbessern. Nicht aufladbare Zellen werden in
Uhren, Hörhilfen und Speichergeräten angewendet.
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courtesy of Sanyo; design courtesy of Panasonic |
Die wiederaufladbare
Knopfzelle ist meistens auf Nickelbasis aufgebaut, und wird in älteren drahtlosen
Telefongeräten, biomedizinischen Geräten und industriellen Instrumenten
angewendet. Obschon in der Herstellung günstig, ist der Hauptnachteil die
Ladezeit von 10 bis 16 Stunden. Auch wird sie aufgebläht, wenn die Aufladung
zu schnell erfolgt. Neuere Konstruktionen verlangen die Möglichkeit der schnelleren
Aufladung. Knopfzellen haben kein Sicherheitsventil. Die prismenförmige
Zelle
Die prismenförmige Zelle wurde in den frühen 1990er
Jahren entwickelt als Antwort auf den Wunsch von Kunden nach dünneren Batterieformen.
Prismenförmige Zellen sind gewöhnlich für die Familie der Lithiumzellen
vorgesehen. Die Polymerversion ist ausschliesslich eine prismenförmige Ausführung.
Ansicht
freundlicherweise durch Polystor zur Verfügung gestellt Die
prismenförmige Zelle erscheint in verschiedenen Grössen und mit Kapazitäten
von 400mA bis 2000mAh und mehr. Es gibt keine Standard-Zellen-Grösse; man
darf eher sagen, die prismenförmigen Zellen sind kundenspezifisch gebaut,
für Zellulartelefone und andere Geräte mit eher grösserem Volumen.
Die
negativen Punkte der prismenförmigen Zellen sind eine leicht kleinere Energiedichte
und höhere Produktionskosten als die zylindrischen Zellen. Dazu haben prismenförmige
Zellen nicht dieselbe mechanische Stabilität wie die zylindrischen Zellen. Prismenförmige
Zellen haben kein Lüftungssystem. Um das Aufblähen unter dem Druck zu
verhindern, wird ein stärkeres Material für das Gehäuse verwendet.
Eine kleine Rundung muss bei der Entwicklung einberechnet werden. Die
Folienzelle
Die Einführung von Folienzellen um 1995 war ein grosser
Fortschritt in der Zellenentwicklung. Eher als aufwendige metallische Gehäuse
mit Glasdurchführungen für die elektrischen Leiter zu verwenden, wird
hier eine heiss versiegelbare Folie verwendet. Die elektrischen Kontakte bestehen
aus leitfähiger Folie, die mit der Elektrode verlötet ist und mit dem
Folienmaterial versiegelt wird.
Das Konzept der Folienzelle ein genaues
Zuschneiden der Zellendimensionen. Dies ist die effizienteste Lösung, um
den vorhandenen Platz zu nutzen, d.h. die Nutzung ist 90 bis 95%, der höchste
Wert unter allen Batterietypen. Da kein Metall verwendet wird, ist eine Folienzelle
sehr leicht. Die wichtigste Anwendung sind Zellulartelefone. Es gibt keine Standardfolienzellen;
jeder Hersteller baut eine spezielle Applikation.
Folienzellen werden ausschliesslich
für auf Lithium basierende Chemien verwendet. Die Produktionskosten sind
noch immer höher als konventionelle Systeme und ihre Zuverlässigkeit
wurde noch nicht vollständig nachgewiesen. Dazu kommt, dass die Energiedichte
und der Ladestrom leicht geringer sind. Die Lebenserwartung konnte noch nicht
klar definiert werden, aber sie bleibt geringer als für andere Verpackungssysteme.
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| | Ein
kritischer Punkt bei der Folienzelle ist das Aufblähen, das erfolgt, wenn
während dem Lade- oder Entladevorgang Gas entsteht. Es muss die Möglichkeit
bestehen, dass kleine Verformungen stattfinden können, auch wenn die Batteriehersteller
darauf bestehen, dass in den Zellen kein Gas entstehe, solang die Zelle korrekt
geladen werde. Es ist besser, die Folienzellen nicht aufeinander zu lagern, sondern
sie nebeneinander zu legen. Die Folienzelle ist höchst empfindlich gegen
Verdrehung. Punktueller Druck sollte ebenfalls vermieden werden. Die Schutzhülle
muss so konstruiert sein, dass sie die Zelle gegen jeden mechanischen Einfluss
schützt.
Über
den Autor Isidor Buchmann ist der Gründer und Geschäftsführer
von Cadex Electronics Inc., in Vancouver BC. Herr Buchmann hat fundierte Basiskenntnisse
in der drahtlosen Kommunikation und studierte über zwei Jahrzehnte hinweg
das praktische Verhalten von wiederaufladbaren Batterien und ihre täglichen
Verwendungen. Als Autor gewann er Auszeichnungen für viele Artikel und Bücher
über Batterien. Herr Buchmann's technische Ausführungen gingen rund
um die Welt. Cadex Electronics ist Hersteller von fortschrittlichen Batterieladegeräten,
Batterieanalysern und PC-Software. Für Produktinformationen besuchen Sie
bitte www.cadex.com..
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