Batteriestatistik
Der gesamte Batteriemarkt beträgt
ca. 50 Milliarden US$, wovon grob gesagt etwa 5,5 Milliarden US$ aufladbare (sekundäre)
Batterien sind. Die geschätzte Zunahme ist jährlich ca. 6% bis 2006.
China, Indien, Brasilien, Tschechien und Süd-Korea werden die grössten
Marktgewinne zu verzeichnen haben.
Die Freedonia
Group, Inc. sagt den Vereinigten Staaten einen Bedarf an primären und sekundären
Batterien von 14 Milliarden US$ bis 2007 voraus. Eine neue Generation von energiehungrigen
elektronischen Gräten, wie digitale Kameras, Mobiltelefone mit digitalem
Fotoapparat, und tragbare Hochleistungscomputer werden die Zunahme bestimmen.
Figur 1 projiziert den Verbrauch von primären und sekundären Batterien
in den USA bis 2012
 | Figur
1: Projektion des Batteriebedarfs
Jede namhafte Verbesserung der Batterien
öffnet die Tür für neue Anwendungen |
Alkali
wird den Primärbatteriemarkt dominieren. Andere Primärbatterien werden
Lithium und Zink-Luft sein. Primärbatterien können bis zu 10 Jahren
gelagert werden und haben eine viel höhere Energiedichte als Sekundärbatterien.
Figur 2 vergleicht die vorauszusehende Verwendung von primären Alkalibatterien
mit anderen Chemien.
 | Figur
2: Primäre Alkalibatterie ist der Marktleader.
Für andere
Primär-chemien wird ein langsameres Ansteigen voraus gesagt. |
Die
Hälfte des Bedarfs an aufladbaren Batterien wird durch Blei-Säure-Batterien
gedeckt. Diese Batterie wird vorwiegend für Automobile und Notstromanlagen
eingesetzt. Auf Grund der tiefen Kosten und dem zuverlässigen Funktionieren
auch in ungünstigen Umgebungsbedingungen wird sich die Blei-Säure eines
starken Anstiegs bis ins Jahr 2012 erfreuen. Batterien auf Lithiumbasis könnten
einige Blei-Säure-Anwendungen ersetzen, wenn der Preis gesenkt und die Lebenserwartung
verlängert werden kann.ged.
Die Nachfrage nach Blei-Säure-Batterien
wird gesteuert durch die Fahrzeugproduktion. Das Ersetzen von Batterien nimmt
ab, da neue Technologien die Batterielebenserwartung um 6 Monate verlängert
haben. Mit dem Wechsel zur elektronischen Bremshilfe und Einzelradsteuerung bei
Fahrzeugen der Spitzenklasse, wird die 3kW-Leistung einer 12V Batterie kaum mehr
ausreichen; der Trend geht in Richtung 42V-Systeme. Das Ersetzen der Hauptbatterie
wird gleich viel kosten, wie der Einbau eines neuen Motors.
 | Figur
3: Blei-Säure wird die häufigste, aufladbare Batterie sein. Von
den tragbaren aufladbaren Batterien sieht die Lithium-Ion am erfolgversprechendsten
aus. |
Lithium-Ion
wird die Nachfrage für die Speisung von tragbaren Geräten anführen.
Der Markt für Nickel-Kadmium, andrerseits, ist am schrumpfen. Diese Chemie
wird durch Nickel-Metallhydrid ersetzt werden. Nickel-Kadmium hält noch immer
den grössten Anteil bei Werkzeugen und im medizinischen Bereich. Diese Chemie
wird Nickel-Metallhydrid vorgezogen, wegen ihrer Dauerhaftigkeit und Zuverlässigkeit,
aber gewisse Länder werden sie ab 2006 verbieten, auf Grund von Umweltüberlegungen.
Ausnahmen werden bestehen, solange keine Alternativen möglich sind.
Eine
kleine Aufregung besteht im Zusammenhang mit alternativen, wiederaufladbaren Batterien.
Wenn die Voraussagen richtig sind, werden neue Chemien weniger als 7% der aufladbaren
Batterien betreffen.
Ohne namhaften Durchbruch, werden Brennstoffzellen als
Energielieferant für zukünftige Applikationen nur eine unwesentliche
Rolle spielen. Kosten, Dimensionen und Leistung sind die wesentlichen Hindernisse.
Obschon sie kontinuierlich, durch Auswechseln der Treibstoffkaseln, im Einsatz
sind, benötigen Brennstoffzellen, wie wir heute wissen, noch immer eine Stützbatterie,
um die Leistungsanforderungen von modernen tragbaren Geräten zu erfüllen.
Wie
es heute aussieht, wird die elektro-chemische Batterie ihre aktuelle Position
noch für einige Zeit behalten können. Dies setzt die Wunderbatterie,
die in der Lage sein sollte, einen Laptop während Tagen zu speisen und Kleider
für eine Nordpolexpedition aufzuheizen, etwas in den Hintergrund
Woher
werden kommerzielle Batterien kommen?
Die Batterieindustrie hat sich
konsolidiert; die Konkurrenz wird gross bleiben. Die wichtigsten japanischen Lieferanten
lieferten im letzten Jahr 80% des Marktes, aber neue Konkurrenten aus anderen
Ländern in Asien machen sich stark bemerkbar. BYD Battery Co. Ltd. in China
ist nur ein Beispiel eines neuen globalen Batterieherstellers. LG Electronics
Inc. und Samsung Electronics Co. Ltd. aus Südkorea werden folgen. Diese Unternehmen
gewinnen an Boden wegen tiefen Preisen und verbesserter Qualität.
Der
Preis von Lithium-Ion-Batterien ist in den letzten Jahren um 20 - 50% gefallen.
Dies veranlasste eingesessenen Batteriehersteller, ihre Produktion in Tiefpreisregionen,
wie China, auszulagern. Auch Nickel-Kadmium und Nickel-Metallhydrid sind nicht
immun gegen den Preiszerfall. Diese Preise sind um 10 - 20% gefallen.
Die
USA und Europa wird weiterhin spezielle Batterietypen produzieren, die hauptsächlich
für Verteidigung und industrielle Applikationen verwendet werden. Im Vergleich
zur Massenproduktion von Batterien in Asien, sind die amerikanischen und europäischen
Batterien viel teurer.
Referenzen:
The Freedonia Group, Inc. www.freedoniagroup.com;
Barry Huret, Präsident von Battery Consulting Company Huret Associates
Inc. in Yardley, Pa, USA (www.huret.com).