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Die Brennstoffzelle Eine Brennstoffzelle ist
ein elektrochemisches Gerät, welches Wasserstoff mit Sauerstoff verbindet,
um elektrische Leistung, Wärme und Wasser zu erzeugen. Die Brennstoffzelle
gleicht einer elektro-chemischen Batterie. Vielmehr als eine periodische Ladung
durchzuführen, wird gleichmässig Wasserstoff und Sauerstoff von aussen
zugeführt. Der Sauerstoff wird normalerweise der Luft entnommen, und Wasserstoff
wird als Treibstoff in druckfesten Behältern mitgeführt. Als Alternative
können Methanol, Propan, Butan, Gas und Diesel verwendet werden.
Alternative Treibstoffe benötigen eine Umwandlung, um den Wasserstoff zu
gewinnen. Dies verlangt den Zugriff auf bestehende Verteilersysteme. Die Umwandlung
ist jedoch aufwendig, teuer und langsam. Es wird ein wenig an Treibstoffleistung
verloren und etwas Verunreinigung erzeugt, aber dies ist noch immer 90% weniger
als bei einem normalen Fahrzeug. Die Brennstoffzelle erzeugt die Energie
nicht durch einen Verbrennungsprozess, sondern es handelt sich um einen elektrochemischen
Prozess. Die Energieumwandlung ist zweimal effizienter als bei Verbrennung. Es
entstehen ein wenig nicht schädliche Ausscheidungen. Das einzige Produkt,
das entsteht, ist klares Wasser. Das Wasser ist derart sauber, dass Besucher in
Vancouver das Wasser, das aus den Auspuffrohren der Busse, die mit Brennstoffzellen
von Ballard betrieben werden, austrat, getrunken haben. Wasserstoff,
das einfachste Element, bestehend aus einem Proton und einem Elektron, ist reichlich
vorhanden und ist ein aussergewöhnlich sauberer Treibstoff. Wasserstoff macht
90% des Universums aus und ist das dritthäufigste Element auf der Erdoberfläche.
Diese Fülle ergibt eine beinah unbegrenzte Menge an Energie zu verhältnismässig
tiefen Treibstoffkosten. Aber für die Umwandlung ist ein Preis zu bezahlen.
Der Brennstoffzellenreaktor, welcher Wasserstoff und Sauerstoff in Elektrizität
umwandelt, ist aufwendig im Bau und Unterhalt. Eine Brennstoffzelle ist
eine umgekehrte Elektrolyse, die zwei durch Elektrolyt getrennte Elektroden verwendet.
Wasserstoff ist auf der negativen Elektrode (Anode) vorhanden und Sauerstoff auf
der positiven Elektrode (Kathode). Ein Katalysator auf der Anode trennt den Wasserstoff
in positiv geladene Wasserstoffionen und Elektronen. Auf dem Protonen-Austausch-Membranen-System
(PEM) wird der Sauerstoff ionisiert und wandert durch den Elektrolyt zur Anode,
wo er sich mit dem Wasserstoff verbindet. Eine einzelne Brennstoffzelle produziert
0,6 bis 0,8V unter Belastung. Mehrere Zellen werden in Serie geschaltet, um höhere
Spannungen zu erhalten. Das Konzept der Brennstoffzelle wurde 1839 durch
Sir William Grove, ein walisischer Richter und Gentleman-Wissenschaftler entwickelt.
Die Erfindung startete nicht durch, teilweise wegen dem Erfolg des Verbrennungsmotors.
Die Neubelebung kam mit der ersten Brennstoffzelle, die im Gemini-Programm um
1960 angewendet wurde. Basierend auf einem alkalischen System, erzeugten die Brennstoffzellen
Elektrizität und Trinkwasser für die Astronauten. Kommerzielle Anwendungen
von dieser Leistungsquelle waren zu jener Zeit unbezahlbar, wegen der hohen Materialkosten.
Verbesserungen im Reaktorbau um 1990 konnten die Kosten senken und die Leistungsdichte
erhöhen. Die hohen Kosten konnten Dr. Karl Kordesch nicht davon
abhalten, sein Auto um 1970 umzubauen, zur Verwendung von alkalischen Brennstoffzellen.
Dr. Kordesch, der Erfinder von wieder verwendbaren Alkaline, fuhr seinen Wagen
während vielen Jahren in Ohio, USA. Der Wasserstoffbehälter war auf
dem Dach montiert, und die Brennstoffzellen samt Batterie waren im Kofferraum
untergebracht. Gemäss Dr. Kordesch war noch immer genügend Platz für
4 Personen und einem Hund vorhanden. Lange Bergauffahrten waren jedoch ein Kampf.
Modelle von Brennstoffzellen Es entstanden verschiedene Variationen
von Brennstoffzellen. Das PME-System ist das am besten entwickelte und wird für
Fahrzeuge und tragbare Geräte verwendet. Das alkalische System, welches einen
flüssigen Elektrolyt verwendet, ist die bevorzugte Brennstoffzelle für
Weltraumanwendungen, der Space Shuttle inbegriffen. Brennstoffzellen aus flüssigem
Kohlenstoff, Phosphorsäure und festen Oxyden werden für ortfeste Speisegeräte
verwendet. Die festen Oxyde wurden am wenigste weiter entwickelt, aber sie erhielten
Aufschwung, begründet durch neue Materialien und Verbesserungen im Bau von
Reaktoren. Figur 1 vergleicht die häufigsten Brennstoffzellen-Systeme.
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Figur 1: Vor- und Nachteile von verschiedenen Brennstoffzellen-Systemen. Das
PEM System ist das heute am weitesten entwickelte. |
- Das Proton-Exchange-Membrane-System
(PEM genannt) gestattet kompakte Formen und ergibt hohe Energie im Verhältnis
zum Gewicht. Ein weiterer Vorteil ist der schnelle Startvorgang, wenn Wasserstoff
verwendet wird. Der Reaktor arbeitet bei verhältnismässig tiefen Temperaturen
von 80°C. Der Wirkungsgrad ist etwa 50% (Im Vergleich dazu, hat der Verbrennungsmotor
einen Wirkungsgrad von ca. 15%).
Die Grenzen der PEM-Systeme sind gegeben durch die hohen Herstellungskosten
und die Probleme der komplexen Wasserverwaltung. Der Reaktor enthält Wasserstoff,
Sauerstoff und Wasser. Wenn er trocken ist, ist die Eingangsimpedanz hoch und
es muss Wasser zugefügt werden, dass das System funktioniert. Zu viel Wasser
führt zum Überfluten. Gefrieren kann den Reaktor beschädigen. Die
Erwärmung ist langsam und die Leistung ist schwach in kühlem Zustand.
Die Kühlsysteme sind aufwendig.
Die PEM-Brennstoffzellen benötigen ein aufwendiges Zubehör. Kompressoren,
Pumpen und andere Apparate verschlingen 30% der erzeugten Energie. Der PEM-Reaktor
hat eine geschätzte Lebenserwartung von 4000 Stunden in einem Fahrzeug. Die
verhältnismässig kurze Lebenserwartung ist begründet durch das
intermittierende Arbeiten. Die Start- und Stopaktionen führen zum austrocknen
und nass werden, was wiederum die Membrane belastet. Bei ununterbrochener Funktion
hat ein ortsfester Reaktor eine geschätzte Lebenserwartung von 40'000 Stunden.
Das Auswechseln des Reaktors ist der wichtigste Kostenpunkt. Die PEM-Brennstoffzellen
verlangen reinen Wasserstoff. Es gibt eine kleine Toleranz für Verunreinigungen
wie Schwefel und Kohlenmonoxyd. Kohlenmonoxyd kann das System vergiften. Eine
Zersetzung der Membrane kann eintreten, wenn verschiedene Arten von Treibstoff
verwendet werden. Die Komplexität, einen Brennstoffzellenreaktor zu reparieren
wird ersichtlich, wenn man berücksichtigt, dass ein typischer Reaktor mit
150V, 50kW etwa 250 Zellen enthält. - Die
Festoxid-Brennstoffzelle (SOFC) ist am besten für ortsfeste Anwendungen geeignet.
Das System benötigt eine hohe Funktionstemperatur von 1000°c. Neuere
Systeme werden entwickelt, die bei ca. 700°C funktionieren sollten.
Ein
wesentlicher Vorteil der SOFC ist die Nachsicht gegenüber Treibstoffen. Wegen
der hohen Funktionstemperatur, wird Wasserstoff durch einen Katalysatorumwandlungsprozess
erzeugt. Dadurch können externe Umwandler zur Erzeugung von Wasserstoff eliminiert
werden. Kohlenmonoxyd, Verunreinigungen in einem PEM System, ist ein Treibstoff
für die SOFC. Zusätzlich bietet das SOFC-System einen Wirkungsgrad von
60%, einem der höchsten bei den Brennstoffzellen.
Höhere Reaktortemperaturen
verlangen nach exotischen Materialien, welche die Herstellungskosten erhöhen.
Die Hitze ist auch eine Herausforderung an das System, betreffend der Lebenserwartung
und der Zuverlässigkeit, wegen der zunehmenden Oxidation des Materials und
dem Stress. Hohe Temperaturen erlauben eine Zusatznutzung durch die Betätigung
von Dampfgeneratoren, was die allgemeine Effizienz noch verbessert.
- Die alkalische
Brennstoffzelle (AFC) hat neues Interesse gewonnen, wegen die tiefen Funktionskosten.
Auch wenn sie physisch grösser sind als PEM-Systeme, hat das AFC das Potential
für tiefere Herstellungs- und Funktionskosten. Die Wasserverwaltung ist einfacher,
ein Kompressor ist nicht nötig und die Geräte sind billiger. Während
der Separator in einem PEM-Reaktor zwischen US$ 800-1,100 per Quadratmeter kostet,
sind die vergleichbaren Kosten in einem alkalischen System vernachlässigbar.
(Der Separator für eine Blei-Säure-Batterie kostet ca. US$ 5 per Quadratmeter).
Start und Stop (nässen und trocknen) sind weniger einschneidend als bei anderen
Systemen.
Der Nachteil ist, dass AFC-Systeme reinen Sauerstoff und Wasserstoff
benötigen, um zu arbeiten. Der Anteil an Kohlendioxid in der Luft kann Gift
sein für das System. Es darf vermerkt werden, dass Kohlendioxid einfacher
zu entfernen ist, als Kohlenmonoxid, ein Schrecken für PEM-Systeme.
- Die Direct
Methanol (DMFC) Brennstoffzelle wird für tragbare Anwendungen eingesetzt.
Das System besitzt eine verhältnismässig hohe Energiedichte (etwa fünf
mal diejenige von Lithium-Ion), verwendet flüssigen Treibstoff als Energiequelle,
ist umweltbezogen sauber und funktioniert ununterbrochen, bis zur Auswechslung
der Treibstoffpatrone. Miniaturbrennstoffzellen haben einen Wirkungsgrad von ca.
20% und arbeiten ca. 3000 Stunden, bis die Auswechslung des Reaktors nötig
wird. Es gibt einige Leistungseinbussen im Lauf der Zeit.
Anwendungen
Die Brennstoffzelle ist vorgesehen, einmal den Verbrennungsmotor von Personenwagen,
Lastwagen und Bussen zu ersetzen. Wichtige Fahrzeughersteller unterstützen
Forschungszentren für Brennstoffzellen oder führen eigene diesbezügliche
Entwicklungen durch. Auf Grund der noch hängigen technischen Probleme bei
Brennstoffzellen, und den tiefen Kosten von Verbrennungsmotoren, sagen Experten
voraus, dass mit Brennstoffzellen angetriebene Fahrzeuge gegen 2015, vielleicht
erst 2020 vorhanden sein werden. Einige Experten gehen so weit, zu sagen, dass
die wirtschaftliche Durchführbarkeit von Brennstoffzellen nicht erwiesen
sei. Grosse Brennstoffzellenanlagen von 40,000 kW werden wahrscheinlich
die Automobilindustrie ausstechen. Solche Systeme könnten in 10 Jahren Elektrizität
zu entfernten Standorten liefern. Viele dieser Regionen besitzen grosse Mengen
von fossilen Brennstoffen, welche genutzt werden könnten. Ein Reaktor in
solch grossen Anlagen wird länger halten als in mobilen Anwendungen, wegen
der gleichmässigen Verwendung, wie auch wegen der Funktionstemperatur und
dem Wegfallen von Schlägen und Vibrationen. Brennstoffzellen werden
bald in Konkurrenz sein können, mit Batterien für tragbare Verwendung,
wie Laptops. Die Energie wird billiger sein als bei konventionellen Batterien
und bald einmal wird das aufladen überflüssig werden. Jedoch sind Abmessungen
und Gewicht von tragbaren Brennstoffzellen heute noch nicht so, wie es der Kunde
wünscht. Einschränkungen Die Effizienz einer
neuen Energiequelle wird oft verglichen mit einem Dieselmotor oder einer Nickel-Kadmium-Batterie,
die beide gute Leistung erbringen, unter 100% Belastung. Die ist bei Brennstoffzellen
nicht der Fall, die bei einer Belastung von 30% am besten arbeiten. Höhere
Belastungen verringern die Effizienz beträchtlich. Die Zufuhr von reinem
Sauerstoff anstelle von Luft erhöht den Lastfaktor. Die Brennstoffzelle
ist vorgesehen, die chemische Batterie zu ersetzen. Ironischerweise, wird er dadurch
die Batterie fördern. Die meisten Applikationen von Brennstoffzellen benötigen
Batterien als Speicher für kurzzeitige hohe Stromstösse. Der Treibstoff
wird die Batterie geladen halten. In tragbaren Applikationen wird ein Superkondensator
die Lastcharakteristik verbessern und hohe Stromimpulse gestatten. Eine
der wesentlichsten Einschränkungen von Brennstoffzellen sind die hohen Energiekosten.
Während ein Verbrennungsmotor eine Investition von US$ 30 benötigt,
um 1 kW (1 Kilowatt) Leistung zu erzeugen, sind die vergleichbaren Kosten bei
einer Brennstoffzelle happige US$ 3,000 (Siehe auch "Kosten von tragbarer
Leistung"). Ein Teil dieser Kosten kommt von der experimentalen Herstellung,
da die Brennstoffzellen noch nicht in Massenproduktion sind. Das Ziel ist, eine
Brennstoffzelle zu entwickeln, die preislich mit einem Dieselmotor vergleichbar
ist. Sobald die laufenden Schwierigkeiten gelöst worden sind, wird
die Brennstoffzelle sprunghaft Applikationen finden, die jenseits der Möglichkeiten
von Verbrennungsmotoren liegen. Man sagt, die Brennstoffzelle sei so revolutionär
wie der Mikroprozessor, aber der Reifeprozess wird länger dauern
Über
den Autor Isidor Buchmann ist der Gründer und Geschäftsführer
von Cadex Electronics Inc., in Vancouver BC. Herr Buchmann hat fundierte Basiskenntnisse
in der drahtlosen Kommunikation und studierte über zwei Jahrzehnte hinweg
das praktische Verhalten von wiederaufladbaren Batterien und ihre täglichen
Verwendungen. Als Autor gewann er Auszeichnungen für viele Artikel und Bücher
über Batterien. Herr Buchmann's technische Ausführungen gingen rund
um die Welt. Cadex Electronics ist Hersteller von fortschrittlichen Batterieladegeräten,
Batterieanalysern und PC-Software. Für Produktinformationen besuchen Sie
bitte www.cadex.com.
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