Wie werden Funkgerätebatterien gewartet?
Beim Laden einer Batterie wird schliesslich die grüne Lampe des Ladegerätes
aufleuchten, als Angabe, dass die Batterie voll geladen ist. Der Benutzer folgert
daraus, dass die Batterie ihr volles Potenzial erreicht hat und mit vollem Vertrauen
eingesetzt werden kann. Das
'grüne Licht' lügt
Die 'grüne Lampe' garantiert nicht,
dass die Batteriekapazität genügend gross ist, oder dass der 'Gesundheitszustand
(SoH)' gut sei. "Ready" sagt nur aus, dass die Batterie voll sei, wir
gross auch immer die Kapazität war, die aufgefüllt wurde.
Die
wiederaufladbare Batterie ist ein korrosives Gebilde, das die Eigenschaft, Energie
speichern zu können, graduell verliert. Das Fehlen von periodischer Wartung
bei Batterien auf Nickelbasis beschleunigt den Kapazitätsverlust wegen Kristallbildung,
auch bekannt als Memory-Effekt. Batterien auf Blei- oder Lithiumbasis erfahren
andere, alterungsbedingte Verschlechterungen. Der Kapazitätsverlust wird
bemerkbar nach einjährigem Einsatz. Manche Batterien verschlechtern sich
schneller als andere.
Batteriebenutzer sind sich oft nicht bewusst, dass
die Batterien ihrer Flotte kaum einen Tag dauerten, selbst mit minimaler Energieabgabe.
Schwache Batterien können sich problemlos verstecken, weil an einem gewöhnlichen
Tag nur wenig Leistung von ihnen abverlangt werden. Die Situation ändert
sich, wenn im Notfall volle Leistung verlangt wird. Das Zusammenbrechen von tragbarer
Kommunikation ist häufig, und solche Pannen sind vielfach begründet
mit schlechten Batterieleistungen.
| | Figur
1: Das grüne Licht 'ready/bereit' auf dem Ladegerät ist keineswegs eine
Kontrolle der Leistung. Es informiert nur, dass die Batterie voll geladen ist. |
Schwache
Batterien werden schneller geladen und verbleiben länger auf 'ready' als
stärkere. Schlechte Batterien tendieren dazu, allzu gute Resultate anzuzeigen
und der unerfahrene Benutzer glaubt, die Batterie habe die Zielkapazität
erreicht. Wenn in einer Notfallsituation eine Schnellladung erforderlich ist,
können jedoch Batterien, die mit 'ready/bereit' bezeichnet sind, unbrauchbar
sein. Zur gleichen Zeit werden gute Batterien noch immer aufgeladen, weil sie
mehr Energie aufnehmen können.
Mit der zeit entstehen grosse Leistungsunterschiede
zwischen den Batterien, wenn die Batterien der Flotte nicht regelmässig geprüft
und gewartet werden. Figur 2 zeigt 4 Batterien von verschiedenen Grössen
und mit unterschiedlichen Gesundheitszuständen. Beim Betrachten der verwendbaren
und nicht verwendbaren Teilen der Batterien, kann man sehen, dass eine grössere
Batterie nicht unbedingt auch mehr Energie speichern kann. Die mit Memory-Effekt
befallenen Batterien B und D enthalten weniger Energie als die kleinere Batterie
A. Das Herumtragen von grösseren Batterien oder das Verwenden von Chemien
mit grösserer Energiedichte verbessert die Zuverlässigkeit des Systems
nicht, wenn schwache Batterien in der Flotte belassen werden.
 | Figur
2: Vergleich von Lade- und Entladezeiten Das Herumtragen von grösseren
Batterien oder das Verwenden von Chemien mit grösserer Energiedichte verbessert
die Zuverlässigkeit des Systems nicht, wenn schwache Batterien in der Flotte
belassen werden. |
Eine schwache Batterie kann mit einem zerdrückten Treibstofftank eines Fahrzeugs
verglichen werden. Das Auffüllen dieses Tanks ist schnell beendet, da nur
wenig Treibstoff Platz hat. Wie das grüne Licht am Ladegerät, wird die
Treibstoffanzeige 'VOLL' anzeigen, wenn der Tank gefüllt ist, und alles scheint
für den Lenker normal zu sein. Trotzdem wird die Distanz, die bis zum nächsten
Auftanken zurückgelegt werden kann, klein sein.
Batterien enthalten
keine Treibstoffanzeige, um die verbleibende Energie zu prüfen, und eine
regelmässige Batteriewartung ist nötig. Der Gewinn einer solchen Wartung
ist: Sie entdeckt und entfernt leistungsschwache Batterien, sie verbessert die
Batteriezuverlässigkeit und verlängert die Lebenserwartung von Batterien
auf Nickelbasis. Schwache Batterien, die den Memory-Effekt aufweisen, können
oft regeneriert werden, mit Hilfe einer vollen Wartung mit einem Batterieanalyser,
der ein Regenerationsprogramm enthält.
Batteriewartung
einfach gemacht.
Ein einfaches, sich selbst regulierendes Wartungssystem
für Flottenbatterien ist in den Figuren 3, 4 und 5 dargestellt. Die erforderliche
Zeit für die Wartung einer grossen Batterieflotte beträgt weniger als
30 Minuten pro Tag. Der verwendete Analyser muss Batterieetiketten drucken können
und muss ein Batterieregenerations-Programm enthalten. Ein sauber arbeitendes
Batteriewartungsprogramm amortisiert sich selbst in weniger als 1 Jahr, allein
schon durch die Verlängerung der Batterielebenserwartung, nicht zu reden
von der verbesserten Systemzuverlässigkeit.
 | Figur
3: Aussortieren der Batterien für die Wartung Jedes Mal, wenn eine
Batterie dem Ladegerät entnommen wird, überprüft der Benutzer das
Wartungsdatum auf der Batterieetikette. Wenn das Datum abgelaufen ist, wird die
Batterie in die Kiste 'Wartung' gelegt. |
 | Figur
4: Warten von 'abgelaufenen' Batterien. Die Batterien werden neu aufgeladen
mit dem Cadex-Analyser und neu beschriftet mit einer Etikette, die Daten und Kapazitätsangaben
enthält. |
 | Figur
5: Zurückbringen der Batterien in den Arbeitsablauf Die regenerierten
Batterien gehen zurück in den Betrieb, diejenigen, die als nicht mehr einsatzfähig
erkannt wurden, werden durch neue ersetzt. Die Batteriewartung garantiert, dass
alle Batterien die verlangte Kapazität aufweisen. |
Wiederaufladbare Batterien
sterben nicht plötzlich, sondern werden mit der Zeit immer schwächer.
Das Einführen einer regelmässigen Batteriewartung verringert unerwartete
Ausfälle, die durch schwache Batterien begründet sind. Die Hersteller
von tragbaren Geräten betonen die Wichtigkeit der regelmässigen Batteriewartung
und unterstützen die Anwendung von Batterieanalysern.