Die Auswahl der richtigen Batterie für drahtlose Kommunikation
Die Forschung hat eine Vielzahl von Chemien hervorgebracht, wobei jede bestimmte
Vorteile bietet, aber keine davon kann eine total zufriedenstellende Lösung
anbieten. Mit der heutigen Vielfalt von Batteriemodellen kann eine bessere Auswahl
getroffen werden, in bezug auf spezifische Anwendungen. Dieser Artikel befasst
sich mit empfohlenen Batteriechemien für Mobiltelefone und Funkgeräte,
bezogen auf Energiedichte, Langlebigkeit und Preis. Welches
ist die beste Batterie für Mobiltelefone?
Frühere Mobiltelefone
wurden mit Nickel-Kadmium-Batterien gespeist, aber die meisten neueren Modelle
verwenden nun Lithium-Ion. Diese Chemie ist leicht, bietet eine hohe Energiedichte
und dauert genügend lang, um die typische Lebenserwartung des Produktes erfüllen
zu können. Lithium-Ion enthält keine giftigen Metalle.
Um eine
dünne Bauweise zu erhalten, haben gewisse Mobiltelefonhersteller auf Lithium-Ion-Polymer
umgestellt. Dies stellt jene Benützer zufrieden, die dünne Formen verlangen.
In der Zwischenzeit machten es die Vorschritte der Technologie möglich, auch
mit Lithium-Ion ganz dünne Formen zu erreichen. Lithium-Ion-Batterien sind
nun in Dicken von 3mm erhältlich, eine Grösse, die die meisten Bedürfnisse
erfüllt. Lithium-Ion hat den Vorteil, günstiger produziert werden zu
können, bessere Leistungen und längere Lebenszeiten anzubieten als die
Polymer-Version.
Lithium-Ion ist eine Batterie mit kleinem Wartungsaufwand.
Es werden keine periodischen Entladungen verlangt und Ladungen können beliebig
durchgeführt werden. Eine beliebige Ladung bedeutet, dass die Batterie vor
einer Aufladung nicht voll entladen werden muss. Es ist sogar besser, wenn die
Batterie aufgeladen wird, bevor sie zu tief entladen ist. Eine volle Entladung
stresst die Batterie unnötigerweise. Eine Aufladung einer noch teilweise
geladenen Batterie löst auch keinen Memoryeffekt aus, da ein solcher gar
nicht möglich ist.
Das Laden einer Lithium-Ion-Batterie ist einfacher
und sauberer als bei Batterien auf Nickelbasis, aber die Ladegeräte benötigen
eine engere Toleranz. Lithium-Ion kann keine Überladung absorbieren, und
es wird keine Schwebeladung nach Vollladung durchgeführt. Dadurch darf eine
Lithium-Ion-Batterie im Ladegerät verbleiben, bis zur nächsten Verwendung.
Gewisse Ladegeräte führen einmal die Woche eine Spitzenladung durch
oder ähnlich, um die Selbstentladung auszugleichen. Ein wiederholtes Einstecken
in das Ladegerät oder den Ladehalter beschädigt die Batterie nicht durch
Überladung. Wenn die Batterie voll ist, wird kein weiterer Ladstrom mehr
fliessen. Es ist die Batteriespannung, die den Bedarf an Ladung bestimmt.
Als negativer Punkt muss vermerkt werden, dass Lithium-Ion als Folge der
Alterung allmählich an Ladeakzeptanz verliert, selbst wenn nicht im Einsatz.
Lithium-Ion sollte nicht über eine längere Periode gelagert werden,
sondern wie verderbliche Güter behandelt werden. Der Käufer sollte auf
das Herstellungsdatum achten, wenn er eine Ersatzbatterie kauft. Die Alterung
beeinflusst die Batteriechemien verschieden stark.
Kopierte
Mobiltelefonbatterien
Die Anzahl von unzulänglichen Batterien,
die auf der Strasse oder im Web verkauft werden, nimmt ständig zu. Mobiltelefonhersteller
haben Warnung herausgegeben und sagen, dass diese Batterien gefährlich seien.
Gewisse, derart verkaufte, Lithium-Ion-Batterien haben keine Sicherheitsschaltung
eingebaut, welche den Stromzufluss unterbrechen, sobald Vollladung erreicht ist,
oder die Batterie sich übermässig erhitzt. Zu grosse Hitze führt
zum Schmelzen des Plastikgehäuses und die Schaltungen des Mobiltelefons werden
zerstört.
Mobiltelefonhersteller empfehlen ihren Kunden, defekte
Batterien nur durch Markenbatterien zu ersetzen. Wenn nicht, entfällt jeglicher
Garantieanspruch. Das Problem mit gefälschten Mobiltelefonbatterien ist seit
2003 richtig akut geworden, speziell in Asien, Afrika und Europa.
Die
meisten Mobiltelefonhersteller agieren jedoch ohne ehrliche Sorge wegen Sicherheit;
sie wenden eher eine Taktik der Angst an, um ihre Kunden dazu zu bringen, ihr
eigenes Zubehör zu kaufen. Sie machen keine Einwände betreffs Batterien
und Ladegeräten von Drittlieferanten, solange das Produkt gut gebaut ist
und sauber funktioniert.
Der Käufer kann oft keinen Unterschied
feststellen zwischen dem Original und der Kopie von Mobiltelefonbatterien, weil
die Etikette auf eine vertrauenswürdige Marke hinweist. Gewisse Batterien
sind anschrieben, als würden sie Lithium enthalten, aber sie enthalten billigere
Zellen auf Nickelbasis. Batterieanalyser sind in der Lage, die meisten Batteriekopien
zu erkennen.
Vorsicht
ist auch geboten, beim Kauf einer Ladegerätekopie. Gewisse Geräte beenden
die Vorgänge nicht korrekt, oder rechnen mit der internen Schutzschaltung,
um den Vorgang bei Erreichen der Vollladung abzuschliessen. Batteriekopien und
solche mit beschädigter Schutzschaltung können eine Schnellladung nicht
korrekt beenden. Die Batterie kann sich erhitzen bis zum Punkt, wo ein Leck mit
Entzündung der Gase entstehen kann.
Welches ist die beste
Batterie für Funkgeräte?
Die meisten Handfunkgeräte
verwenden Nickel-Kadmium. Diese Batterien sind dauerhaft und unempfindlich. Aber
Nickel-Kadmium haben nur eine mässige Energiedichte und sind umwelttunfreundlich.
Umweltorganisation, speziell in Europa, raten dringend ab, sie einzusetzen. Als
Alternative wird empfohlen, Nickel-Metallhydrid zu verwenden, eine Batterie, die
höhere Energiedichte aufweist und keine giftigen Metalle enthält. Nickel-Metallhydrid-Batterien
werden seit einigen Jahren in Funkgeräten getestet, aber die Resultate sind
unterschiedlich. Kürzere Lebenserwartung als erwartet ist der grösste
Nachteil
In Funkgeräten haben Nickel-Metallhydrid-Batterien eine
Erwartung in Ladezyklen, die nur die Hälfte ist von Standard-Nickel-Kadmium-Batterien.
Nickel-Metallhydrid ziehen einen mässigen Entladestrom von 0,5C vor. Auf
der anderen Seite ziehen Funkgeräte einen Strom von 1,5A, wenn mit 4W Ausgangsleistung
gesendet wird. Hohe Last bei Entladung und steile Stromimpulse verkürzen
die Batterielebenserwartung.
Um die Langlebigkeit von Nickel-Metallhydrid
unter verschiedenen Lastbedingungen zu vergleichen, wurde ein Test durchgeführt,
wo Batterien desselben Typs mit Gleichstrom und digitaler Last entladen wurden.
Die Gleichstromlast war konstant 500mA; die digitale Last entsprach einem GSM-Gerät,
mit einem 12ms-Impuls à 1,65A alle 100ms, und 270mA Standbylast (Vermerk:
Ein GSM-Impuls für Sprache ist 550µs lang, alle 4,5ms).
Mit
DC-Entladung nützte sich die Nickel-Metallhydrid-Batterie graduell ab, und
ergab die oben erwähnte durchschnittliche Lebenszeit. Nach 700 Zyklen lieferte
die Batterie noch immer 80% Kapazität. Als Gegensatz nahm dieselbe Batterie
bei digitaler Belastung schnell ab und die Schwelle von 80% Kapazität war
nach bereits 300 Zyklen erreicht. Dieses Phänomen zeigt, dass die kinetische
Charakteristik bei Nickel-Metallhydrid schneller verschlechterte bei einer digitalen
Last als bei einer analogen Last. Auch wenn dieser Test bei einem GSM-Gerät
durchgeführt wurde, TETRA und andere digitale Funkgeräte werden ähnliche
Lastbedingungen haben.
Lassen Sie uns kurz die Charakteristiken von Nickel-Kadmium
und Nickel-Metallhydrid vergleichen. Nickel-Kadmium hat den Vorteil, eine gleichmässig
hohe Kapazität und einen tiefen Innenwiderstand während langer Zeit
der Lebenszeit beizubehalten. Nickel-Metallhydrid, im Gegensatz dazu, beginnt
mit guter Kapazität und kleinem Innenwiderstand, aber der Innenwiderstand
steigt bereits nach wenigen hundert Zyklen an, was bewirkt, dass die Spannung
unter Belastung zusammenbricht. Auch wenn die Energie noch da ist, kann die Batterie
den hohen Strom während der Sendephase nicht abgeben und die Durchsage bricht
ab. Das Funkgerät wird unzuverlässig
Batterien auf Nickelbasis
haben einen hohen Wartungsbedarf. Periodische Entladungen sind nötig, um
die Formierung von Kristallen auf den Zellenplatten, auch als Memory bekannt,
zu verhindern. Nickel-Kadmium ist empfindlicher auf Memory als Nickel-Metallhydrid,
weil beide Platten, Nickel und Kadmium, dem Memoryeffekt unterliegen.
Nickel-Kadmium sollte alle zwei Monate gewartet werden, während Nickel-Metallhydrid
nur alle 3 Monate voll entladen werden muss. Ohne eine geeignete Wartung, kann
der Vorteil der Nickel-Kadmium-Batterie gegenüber der Nickel-Metallhydrid-Batterie,
bezogen auf die Lebenszeit, nicht ausgenutzt werden.
Lithium-Ion wurde
für Funkgeräte getestet und die Resultate sind positiv. Das Ersetzen
von Lithium-Ion durch Batterien auf Nickelbasis verlangt auch nach Ladegeräten,
die dafür vorgesehen sind. Während Nickel-Kadmium und Nickel-Metallhydrid
oft dasselbe Ladegerät verwenden kann, bedingen Lithium-Ion-Batterien einen
anderen Ladealgorithmus. Dann gibt es auch noch einen Kostenvorteil für Lithium-Ion.
Zukünftige Funkgeräte werden zweifellos mit Lithium-Ion-Batterien ausgerüstet
sein