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Wann wurde die Batterie erfunden?
Eine
der wichtigsten Erfindungen der letzten 400 Jahre ist die Elektrizität. Sie
werden nun fragen: Gibt es die Elektrizität bereits so lange? Die Antwort
ist "Ja", und vielleicht schon viel länger. Überraschenderweise
wurde die Elektrizität von der Menschheit erst im späten 19. Jahrhundert
nutzvoll eingesetzt.
Die älteste, bekannte Methode um Elektrizität
zu gewinnen, war, statische Ladungen zu verursachen. Alessandro Volta (1745-1827)
erfand die so genannte "elektrische Pistole", wobei ein elektrischer
Leiter in eine, mit Methangas gefüllte Kanne platziert wurde. Wenn ein elektrischer
Funke durch den Draht geschickt wurde, explodierte die Kanne.
Volta dachte
dann, dass bei entsprechender Verwendung dieser Erfindung eine Kommunikation über
eine längere Distanz erreicht werden könnte, auch wenn es sich nur um
ein einziges Bit handeln würde. Ein Stahldraht, getragen von Holzmasten,
hätte von Como nach Mailand in Italien gespannt werden sollen. Am Empfangsende
wäre der Draht in eine Kanne mit Methangas gesteckt worden. Auf Befehl hätte
ein elektrischer Funke über die Leitung geschickt werden sollen, welcher
mit der Explosion ein codiertes Ereignis hätte anzeigen sollen. Eine solche
Kommunikationsstrecke wurde nie gebaut.
Der nächste Schritt zur Erzeugung
von Elektrizität erfolgte durch Elektrolyse. Volta entdeckte um 1800, dass
ein kontinuierlicher Fluss einer elektrischen Kraft möglich war, indem gewisse
Flüssigkeiten als Leiter eine chemische Reaktion zwischen Metallen erlaubten.
Volta entdeckte weiter, dass die Spannung erhöht wurde, wenn Spannungszellen
gestapelt wurden. Dies führte zur Erfindung der Batterie.
Mit dem
Vorhandensein einer Batterie wurden die Experimente nicht länger eingeschränkt
auf das Sichtbarmachen eines Funken, der nur ein Bruchteil einer Sekunde dauerte.
Ein scheinbar endloser Stromfluss war nun möglich.
Im frühen
19. Jahrhundert näherte sich Frankreich dem Höhepunkt des wissenschaftlichen
Fortschritts und alle neuen Iden wurden mit offenen Armen empfangen, dies vor
allem um politische Programme zu unterstützen. Als Gast hielt Volta mehrere
Referate im Institut von Frankreich, im Beisein von Napoleon Bonaparte. Napoleon
selbst half mit bei den Experimenten, bei der Funkenbildung mit einer Batterie,
beim Schmelzen eines Stahldrahtes, beim Entladen einer elektrischen Pistole und
beim Zersetzen von Wasser in seine Elemente.
 | Bild
1: Volta's Experimente im französischen Nationalinstitut im November 1800,
denen auch Napoleon Bonaparte beiwohnte. | ©
Cadex Electronics Inc.
In
1802 entwickelte Dr. William Cruickshank die erste elektrische Batterie, die für
Massenproduktion geeignet war. Cruickshank ordnete quadratische Kupferblätter
an und verlötete sie auf einer Seite. Dazwischen legte er Zinkblätter
gleicher Abmessungen. Diese Anordnung wurde in eine rechteckige Holzkiste gestellt,
die mit Zement abgedichtet war. Rillen in der Kiste hielten die Metallblätter
in der richtigen Lage. Die Kiste war gefüllt mit einem Salzelektrolyt, oder
einer, mit Wasser verdünnten Säure. Neue Erkenntnisse wurden
gewonnen, als Sir Humphry Davy die grösste und leistungsstärkste Batterie
in den Gewölben der Royal Institution of London baute. Er verband die Batterie
mit Kohleelektroden und erzeugte so das erste elektrische Licht. Zeugen berichteten,
dass diese voltaische Lampe "den schönsten und hellsten Lichtbogen erzeugte,
den man je gesehen hatte". Alle Batterien dieser Zeit waren Primärzellen,
das heisst, sie konnten nicht aufgeladen werden. Der französische Physiker
Gaston Planté erfand 1859 die erste wiederaufladbare Batterie. Diese Sekundärbatterie
arbeitete auf Blei-Säure-Basis, einer Chemie, die noch heute angewendet wird.

Bild 2: Geschichte der Batterieentwicklung. Die Batterie kann noch
viel älter sein Es wird geglaubt, dass die Perser, als sie Bagdad beherrschten
(ca. 250 v.Ch), Batterien verwendeten mit Elektroden aus Silber. Den Ägyptern
wird nachgesagt, sie hätten vor über 4300 Jahren mit Antimon galvanisierte
Kupferplatten hergestellt.
Die
dritte, und wohl wichtigste Generation der Methoden, um Elektrizität zu gewinnen,
wurde verhältnismässig spät entdeckt - Elektrizität durch
Magnetfelder. André-Marie Ampère (1775-1836) hat 1820 vermerkt,
dass Leiter, durch die ein elektrischer Strom floss, sich manchmal anzogen, manchmal
abstiessen. Michael Faraday (1791-1867) hat 1831 gezeigt, wie eine Kupferscheibe
einen konstanten Fluss von Elektrizität liefern konnte, wenn sie sich in
einem starken Magnetfeld drehte. Faraday und sein Forscherteam waren erfolgreich
bei der Gewinnung einer endlosen elektrischen Kraft, solange zwischen Kern und
Magnet eine Bewegung herrschte. Waldemar Jungner aus Schweden erfand 1899 die
Nickel-Kadmium-Batterie. Neumann war 1947 erfolgreich, indem er die Zelle komplett
versiegelte. Dieser Fortschritt führte zu den modernen, versiegelten Nickel-Kadmium-Batterien,
wie sie heute verwendet werden.
Die Forschung für Nickel-Metallhydrid-Systeme
begann 1970, aber die Nickel-Metallhydrid-Legierungen waren in Zellenumgebung
unstabil. Neue Hydrid-Legierungen wurden um 1980 entwickelt, welche zu besserer
Stabilität führte. Nickel-Metallhydrid wurde nach 1990 auf den Markt
gebracht.
Die erste Primär-Lithium-Batterie erschien in den frühen
Siebzigern. Versuche, wieder aufladbare Lithium Batterien zu entwickeln, folgten
in den 80er Jahren, jedoch erfolglos, aus Sicherheitsgründen.
Auf
Grund von inhärenter Labilität von Lithium, hauptsächlich während
der Ladung, bewegten sich die Untersuchungen in Richtung einer nicht-metallischen
Lithium-Batterie, durch Anwendung von Lithium Ionen. Wenngleich die Energiedichte
kleiner war als bei Lithiummetall, war Lithium-Ionen sicherer, vorausgesetzt gewisser
Vorkehren während dem Laden und Entladen. Die Sony-Corporation brachte 1991
die erste Lithium-Ion-Batterie kommerziell auf den Markt.
Wie heikel und
unzuverlässig die früheren Batterien auch immer gewesen sind; unsere
Nachkommen werden eines Tages die heutige Technologie in ähnlicher Weise
betrachten, wie wir dies mit den linkischen Versuchen unserer Vorfahren vor 200
Jahren es tun.
_____________________________ Created:
April 2003, Last edited: July 2003
Über den Autor Isidor Buchmann ist der Gründer und Geschäftsführer
von Cadex Electronics Inc., in Vancouver BC. Herr Buchmann hat fundierte Basiskenntnisse
in der drahtlosen Kommunikation und studierte über zwei Jahrzehnte hinweg
das praktische Verhalten von wiederaufladbaren Batterien und ihre täglichen
Verwendungen. Als Autor gewann er Auszeichnungen für viele Artikel und Bücher
über Batterien. Herr Buchmann's technische Ausführungen gingen rund
um die Welt. Cadex Electronics ist Hersteller von fortschrittlichen Batterieladegeräten,
Batterieanalysern und PC-Software. Für Produktinformationen besuchen Sie
bitte www.cadex.com.
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